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Dieser Artikel ist Teil einer ganzen Serie zu Wie bin ich im Internet sicher unterwegs?

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Wo bekomme ich Hilfe bei Problemen, im Internet oder im richtigen Leben?

(Suizidgedanken, Familienprobleme, Freundschaftsprobleme und Sexualität, Gewalt gegen Frauen, Gewalt in jeglicher Form, Hasspostings, Betrug, Cyber-Mobbing, Identitätsdiebstahl, Verleumdung, Verhetzung)

Letzte Aktualisierungen April 2021

 

Zuerst die Probleme 'im richtigen Leben': Nothilfe für Kinder und Jugendliche und Opfer von Gewalt

In Österreich: Rat auf Draht 147

Speziell für Kinder und Jugendliche in Ö: Rat auf Draht - die Notfrufstelle für Kinder, Jugendliche und deren Bezugspersonen. Themen sind Liebe, Freundschaft, Sexualität, Gesundheit, Sucht, Gewalt in jeder Form, familiäre und Schulprobleme. Der Kontakt kann telefonisch jeden Tag rund um die Uhr erfolgen, aber auch als Web-Anfrage, plus 3 Tage pro Woche im Online-Chat. Außerdem gibt es auch Angebote für Eltern. Sie haben auch eine Liste von anderen Angeboten, z.B. Notschlafstellen für Jugendliche und Frauenhäusern in ganz Ö.

Auch interessant: Dort gibt es ein sehr interessantes Kurzvideo zu Fragen und um Nacktfotos oder -videos versenden. In dem Kurzvideo, das speziell für Jugendliche gemacht wurde, geht es um Fragen rund um sexuelle Darstellungen von 14-18 jährigen, wann das OK ist und was man als Jugendliche oder Jugendlicher nicht darf, und welche Risiken es dabei geben kann.

In Deutschland: Nummer gegen Kummer mit Kinder- und Jugendtelefon, plus Elterntelefon

Hier die Stellen in anderen Ländern:
Deutschland: Nummer gegen Kummer mit Kinder- und Jugendtelefon, plus Elterntelefon (6 Tage pro Woche, 14 - 20 Uhr), bzw. Online-Beratung per Mail oder Chat. Die 'Nummer gegen Kummer' sucht auch Menschen, die bereit sind, ehrenamtlich aktiv zu werden, auch z.B. Jugendliche die andere Jugendliche beraten.

In der Schweiz: Pro Juventute 147
In Luxemburg: Bee Secure

Schweiz: Pro Juventute Beratung und Hilfe 147. Auch hier sind die Themen Familienprobleme, Freundschaft, Liebe, Sexualität, Schule & Beruf, persönliche Probleme bis zu Suizidprävention, Sprachen sind Deutsch, Französisch und Italienisch.

Luxemburg: Bee Secure. Sprachen sind hier Deutsch und Französisch, die Themen sind eher internet-orientiert. Aber da diese Dienste anonym sind, kann man aber natürlich online auch die Dienste in anderen Ländern nutzen.

Ebenfalls für Kinder und jugendliche Internet-Nutzer wurde die Website Young Data entwickelt (deutsprachig, trotz des Titels). Dort werden Informationen rund um Datenschutz auf Social Networks, den Messaging Apps with Skype, Snapchat, WhatsApp, der Sicherheit von Smartphones und auch zu Themen wie Mobbing gegeben.

 

Weitere Nummern in Österreich, z.B. Suizidgedanken - eigene oder bei anderen, Gewalt gegen Frauen, etc.

Sorgentelefon für Kinder, Jugendliche und Erwachsene in Österreich: (Mo–Sa 14–18 Uhr, kostenlos): 0800/20 14 40

Psychiatrische Soforthilfe (0–24 Uhr): 01 / 313 30

Kriseninterventionszentrum (Mo–Fr 10–17 Uhr): 01 / 406 95 95

Rat und Hilfe bei Suizidgefahr: 0810 / 97 71 55

Sozialpsychiatrischer Notdienst: 01 / 310 87 79

Telefonseelsorge (0–24 Uhr, kostenlos): 142

Frauennotrufe in Österreich, Deutschland und Schweiz

frauenhelpline.at Hilfe bei Gewalt gegen Frauen: (0–24 Uhr, kostenlos) 0800 / 222 555

HelpChat haltdergewalt.at Täglich von 16:00 bis 22:00 Uhr, Beratung in vielen Sprachen

Zum gleichen Thema: Männernotruf (0–24 Uhr, kostenlos): 0800 / 246 247

Hilfe bei Verdacht auf häusliche Gewalt nebenan (Gewalt gegen Kinder oder Gewalt in der Beziehung). Am Ende des Artikels Telefonnummern in Ö - Falls notwendig, direkt die Polizei rufen. Zitat: “Lieber einmal mehr die Polizei rufen als einmal zu wenig”

Frauennotrufe Deutschland und Schweiz. Leider ziemlich versteckt zwischen viel Werbung und Themen wie Schminktipps: Frauennotrufe Deutschland und Schweiz

2 Links mit Anlaufstellen für Alleinerziehende die z.B. Probleme mit den Unterhaltszahlungen haben: www.alleinerziehende.org und www.forumkindesunterhalt.at

Weiter unten gibt es noch Tipps und Adressen für Wien.

 

 

Cybercrime, illegale Inhalte im Internet (Wiederbetätigung und Kinder-Pornographie)

Wo kann ich in Österreich Cybercrime-Vorfälle melden


z.B. bei der stopline.at, betrieben von den Internet-Providern

Oder bei den diversen Meldestellen der Kriminalpolizei.

Oder auch die spezielle Meldestelle gegen Cyberkriminalität vom Innenministerium unter der E-Mail
against-cybercrime@bmi.gv.at

Deutschland



bei http://www.internet-beschwerdestelle.de können Anwender Beschwerden einreichen über illegale, volksverhetzende, pornografische, Gewalt darstellende (und mehr) Inhalte.

Oder bei Jugendschutzthemen:
http://www.jugendschutz.net/hotline/index.html

Schweiz



in der Schweiz an Bundesamt für Polizei fedpol.

Sie kümmern sich um harte Pornografie (sexuelle Handlungen mit Kindern, Tieren, menschlichen Ausscheidungen, Gewalttätigkeiten), andere Gewaltdarstellungen ("Brutalos"), Extremismus, Rassismus, unbefugtes Eindringen in Computersysteme, Kreditkartenmissbrauch, Urheberrechtsverletzungen, illegalen Waffenhandel

 

Cybercrime und illegale Inhalte im Internet (Wiederbetätigung und Kinder-Pornographie)

Auch im Internet findet sich wie "im richtigen Leben" reichlich Illegales. Hier im ersten Abschnitt behandele ich die Fragestellung was ich tun kann, wenn ich nicht persönlich betroffen bin. Da geht es zum Beispiel darum, dass ich bei einer Suche auf eine Website stoße, auf der sich Kinderpornographie befindet oder auf der Volksverhetzung, Lügen über das Dritte Reich oder das was in Österreich als Wiederbetätigung bezeichnet wird, zu finden ist. D.h. es geht um alles, von dem Sie annehmen, das wäre verboten.



Zu Jugendschutz.net aus einem Text des deutschen Buerger-CERTs:

Bei den jugendgefährdenden Inhalten handelte es sich z.B. um Inhalten, die riskante Handlungen verharmlosen. Das sind etwa Videos in sozialen Netzwerken, die zu gefährlichen Würgespielen animieren oder zu hochgefährlichen Mutproben. Aber auch sexuelle Ausbeutung von Kindern im Netz, bösartige Gerüchte in Communities, rassistische Kommentare oder Propaganda für Islamismus. In vier von fünf Fällen von Postings in Deutschland können Verstöße durch Kontakte zu Providern schnell beseitigt werden. Aber auch im Ausland können bei ca. 80 Prozent der klar unzulässigen Fälle (etwa Kinderpornografie, Nazi-Propaganda und Exekutionsvideos) eine Löschung der Beiträge erreicht werden.

Hier ein Artikel von mir zur Kinderpornographie-Problematik.

 

Betrug mit Mehrwertnummer und andere Konflikte mit Telefonanbietern

Schlichtungsstelle der österreichischen RTR
Bei Streit mit einem österreichischen Telefon-, Intenet- oder Kabelanbieter bzw. einem Anbieter für Programmabonnements oder auch der österreichischen Post hilft die Schlichtungsstelle der RTR.

Dies ist z.B. relevant, wenn jemand auf eine Mehrwertnummer hereingefallen ist, d.h. bei einem "entgangenen Anruf" mit einer unbekannten Nummer im Ausland zurückgerufen hat und nun eine kräftige Handyrechnung bekommt. Dagegen kann man Einspruch einlegen und da hilft diese Schlichtungsstelle.

 

 

Hasspostings und andere unerwünschte Inhalten, z.B. Aufruf zu Gewalt, Terrorismus direkt auf der Plattform melden

Fast alle Communities bieten die Möglichkeit, direkt online unerwünschte Inhalte zu melden. Dies kann man auch dann tun, wenn man persönlich nicht betroffen ist.

Die Futurezone hat zusammengestellt, wie man Hasspostings, Hetze und andere unerwünschte Inhalte direkt auf der jeweiligen Social Media-Plattform melden kann. Diese Anleitung deckt ab: Facebook, Twitter, Instagram, Youtube, Reddit, WhatsApp. Aber auch andere Plattformen bieten solche Optionen.

Hier ist z.B. die entsprechende Anleitung von youtube. Für das Melden muss man angemeldet sein, aber sie sagen, dass die Identität des Melders nicht weitergegeben wird. Angeboten werden Kategorien wie: # Datenschutz # Identitätsdiebstahl # Belästigung und Cyberbullying # Bedrohungen # Hasserfüllter Content # Spam und Phishing # Gewalttätiger oder abstoßender Content # Schädlicher, gefährlicher Content # Missbrauch von Kindern # etc.

Hier eine Seite über die Meldung von unerwünschten Inhalten auf Facebook. Dort wird auch konkret auf die Meldungen nach dem deutschen NetzDG oder dem österreichischen Kommunikationsplattformen-Gesetz („KoPl-G“) eingegangen und auf entsprechende Formulare verlinkt.

Facebook hat auch neben Beitrag den Button "Melden". Die Beiträge selbst, bzw. die ganze Seite kann jeder über einen Link in der linken Spalte "Seite melden" markieren. Angeboten werden die Optionen: # Spam oder Betrug # Enthält Hassreden oder greift ein Individuum an # Gewalt, Verbrechen oder Selbstverletzung # Nacktheit, Pornografie oder sexuell expliziter Inhalt.

 

Hasspostings, Identitätsdiebstahl, Verleumdung

Hasspostings

Die Problematik der Hasspostings wird heftig in allen Medien behandelt. Aber dagegen kann man sich durchaus wehren. Strafrechtlich kann jeder Anzeige erstatten wenn menschenverachtende Äußerungen veröffentlicht werden. Wenn dies vom Betreiber der Internet-Präsenz (z.B. der Facebook-Seite selbst geschieht), so kann dies sofort geschehen. Wenn es ein fremdes Posting auf einer Website/Social Network Seite ist, so muss der Betreiber informiert werden und aufgefordert, dies (in angemessener Zeit) zu entfernen. Wenn er dies nicht tut, so macht sich der Betreiber strafbar. (Und es gibt auch Verurteilungen). Die von Hasspostings öfter betroffene Politikwissenschaftlerin Natascha Strobl schreibt darüber, Wie ein rechter Shitstorm funktioniert und was man dagegen tun kann.

Daneben kann der Betroffene selbst zivilrechtlich auf Schadenersatz klagen, hier ein Artikel dazu aus dem FALTER 42/16 (gebührenpflichtig). Dort steht: "Das Medienrecht, aber auch zivilrechtliche Bestimmungen geben Betroffenen durchaus ein juristisches Arsenal an die Hand. Windhager rät Betroffenen, sie sollten sich umgehend mittels Screenshots oder durch das Herunterladen der Seite die Beweise sichern. Wer einen anderen öffentlich beleidige, verspotte oder herabwürdige, sei nämlich entschädigungspflichtig. Ein paar hundert Euro seien oft schon drin. Aber auch die Betreiber der Facebook-Seiten können belangt werden, etwa wenn sie den Aufforderungen Betroffener, ein Posting zu löschen, nicht umgehend nachkommen." Viel mehr rechtliche Details finden sich im gleich verlinkten Ratgeber.

Daneben kann man sich natürlich auch, wie etwas weiter unten beschrieben, sich an Abuse- oder Compliance-Officer der Betreiber (Facebook, etc.) wenden.

Eine gute Hilfestellung kommt von der EU-Initiative saferinternet.at. Sie haben mehrere Artikel zum Thema Hasspostings. Z.B. oder den Leitfaden „Aktiv gegen Hasspostings".

Was bietet der Leitfaden?

  • Detaillierte Schritt-für-Schritt-Anleitungen, um Hasspostings in Sozialen Netzwerken wie Facebook, Instagram, YouTube, Twitter und Ask.fm zu melden
  • Liste mit relevanten Meldestellen in Österreich
  • Überblick über die rechtliche Situation in Österreich: Wann ist ein Posting strafbar? Wie erstattet man Anzeige?
  • Strategien zur Gegenrede („Counter Speech“)
  • Informationen zu Beratungsstellen und Schulungsangeboten in ganz Österreich
  • Sammlung weiterführender Literatur und Materialien

Das deutsche Gegenstücke zu saferinternet.at ist übrigens klicksafe.de mit vielen Materialien. Interessant ist auch hass-im-netz.info.

Ein "schönes" Beispiel für Identitätsdiebstahl hier von watchlist-internet.at. Die Betrüger versenden Mails die angeblich von World4You Internet Service GmbH kommen und eine dringende Kontoüberprüfung anfordern. Die dann eingegebenen Daten werden für diverse Betrügerein verwendet. Der Link zeigt, wie gut so etwas optisch gemacht sein kann.

 

Identitätsdiebstahl und Verleumdung

Bei der Problematik des Identitätsdiebstahls geht es darum, dass jemand unautorisiert im Internet unter ihrem Namen auftritt, z.B. auf Twitter, Facebook oder ähnlichem. Dies kann Firmen passieren und auch Privatpersonen.

Die Opfer können sich oft selbst auf relativ einfachem Weg dagegen wehren. Alle seriösen Website-Betreiber, z.B. Facebook, Twitter, Wordpress, Google, Hotmail, Gmail, etc., haben sog. Abuse- oder Compliance-Officer an die sich jeder wenden kann, der von Identitätsdiebstahl betroffen ist.

Um Missbrauch dieser Beschwerdestellen zu verhindern müssen diese natürlich irgendwie sicherstellen dass nicht auf diese Weise ein legitimer Webauftritt vom Netz genommen wird. Dies geschieht bei missbräuchlicher Verwendung eines Markennamens und eines Logos dadurch, dass das Unternehmen glaubhaft darlegt, der Eigentümer dieses Markennamens und Logos zu sein (Firmenbuchauszug, etc.).

Wenn die Identität einer Privatperson missbraucht wird, z.B. indem unter gleichem Namen und mit dem Foto der Person auf Social Networking Webseiten [hinter dem Link gibt es viel mehr über Bedrohungen bei Social Networking] aufgetreten wird, so sollte es für die Glaubhaftmachung ausreichen, aufzuzeigen, dass das Foto auf der gefälschten Seite mit dem legitimen Webauftritt der Person übereinstimmt, bzw. dieselbe Person zeigt. Ich würde auch ein PDF des Passes beilegen auf dem zu sehen ist, dass ich wirklich die Person bin, um die es geht. Was der Compliance-Officer im konkreten Fall genau benötigt wird in einem Email-Austausch vermutlich zu klären sein, notfalls auch mittels Telefonat. Auf diese Weise wird man jedoch nie die Identität des Täters erfahren können, denn auch die Compliance-Officer sind an den Datenschutz gebunden. Um dies zu erreichen wird eine Anzeige und ein Richterbeschluss notwendig sein.

In schwierigen und schweren Fällen wird es notwendig sein, sich an die Polizei und/oder einen Anwalt zu wenden. Leider kennen sich viele Anwälte mit diesen Prozeduren nicht wirklich gut aus. D.h. es ist wichtig einen Anwalt zu suchen, der Erfahrung mit Abuse im Internet hat. Ein Anwalt wird spätestens dann notwendig sein wenn der Versuch, die schädigenden Inhalte aus dem Web zu entfernen misslingt. Die Polizei wird bei unbekanntem Täter und relativ geringen finanziellen Schäden nicht viel unternehmen können, trotzdem sollte, speziell bei deutlichen Schäden eine Meldung bei der Polizei erfolgen, schon damit die Schwere der Problematik dokumentiert ist und damit mehr Resourcen in diesem Bereich investiert werden.

Eine empfehlenswerte Broschüre zu sehr vielen Fragen gibt es von der ISPA (der österreichischen Vereinigung der Internet-Service Provider): Internet sicher nutzen (PDF, 2,8 MB).

In dem Artikel zur Kinderpornographie-Problematik beschreibe ich übrigens auch, wie große Firmen gegen Betrug im Internet vorgehen können.

Und hier beschreibe ich, wie Privatpersonen ihre Identität in Social Networks schützen oder verteidigen können. In vielen Netzwerken gibt es heute auf jeder Seite einen Button "Missbrauch melden" oder "Report Abuse". Mitarbeiter von Google/Youtube in Italien sind zu Gefängnisstrafen verurteilt worden, weil sie Abuse-Meldungen zu lange ignoriert hatten.

Es gibt für den Schutz der eigenen Reputation heute auch kommerzielle Angebote, sog. Reputation Defender, zu finden über eine Google-Suche.

 

 

Tipps für Opfer von Stalking oder Menschen, die von Ex-Partnern bedroht werden und andere die ihren Fußabdruck im Netz verkleinern wollen

Die folgende Website richtet sich mit ihren Tipps vor allem an Frauen, die bedroht sind und ihren digitalen Fußabdruck im Netz deutlich verkleinern wollen ohne die Kontakt- und Vernetzungsmöglichkeiten die das Internet bietet aufzugeben: DIY ONLINE SECURITY GUIDE FOR EVERY WOMAN. Die Tipps gelten aber nicht nur für Frauen, sondern für jede/jeden die/der etwas sicherer im Internet unterwegs sein möchte.

Hier der Link zu einen Privacy Test mit deren Hilfe jede/jeder sehen kann, welche Daten fremde Personen über uns sehen können. Die Website gehört wohl zu dem Buch "violet blue: the smart girl's guide to privacy - practical tips for staying safe online".

 

Cyber Stalking und Cyber Bullying - Mobbing

Ein weiteres Problem ist Cyber Stalking und Cyber Bullying. Gegen Stalking gibt es in Deutschland und Österreich rechtliche Sanktionen und Schutzmöglichkeiten. In der Wikipedia finden sich Details zu den Schutzmöglichkeiten bei Stalking. Da dies eine relativ komplexe Materie ist, kann ein Anwalt hilfreich sein (Erstgespräche sind oft kostenlos, bzw. erschwinglich). Natürlich kann man auch Anzeige bei der Polizei machen, auch dort MUSS man sich der Sache annehmen.

Wenn solche Probleme in der Schule auftreten, so sollte jede Schule ein Konzept haben, wie sie mit Problemen wie Mobbing, Sexting, in Chatgruppen werden Hitler-Bilder geteilt oder Ausländerwitze, Kinderpornografie, Amokdrohung, Sexting, NS-Wiederbetätigung umgehen wollen. Evt. muss nicht sofort die Polizei eingeschaltet werden, manchmal kann so etwas besser im Rahmen der Schule, z.B. in Gesprächen in der betroffenen Klasse verarbeitet werden. Hier ein Artikel zu "Die Schulen brauchen einen digitalen Notfallplan".

In Österreich gibt es den Opfer-Notruf unter 0800 112 112, betrieben durch Weisser Ring - Verbrechensopferhilfe.

Tipps und Hilfestellungen für Betroffene gibt es in Deutschland unter „SOS Stalking“.

Hier ein Link zu Tipps sind von einer Kriminalkommissarin die auf der Privacyweek 2017 vorgetragen hat.

http://saferinternet.at

Das deutsche BSI hat eine Seite mit Tipps für Betroffene von Mobbing zusammengestellt.

In Österreich hilft auch saferinternet.at. Es werden viele detaillierte Tipps gegeben, für Jugendliche, für Eltern und Lehrer. Tipps für Schülerinnen und Schüler ab 7. Klassenstufe finden sich unter „Verklickt!“ für einen sicheren Umgang mit digitalen Medien - Ein Medienpaket für den Einsatz im Schulunterricht. Auch für den Schulunterricht geeignet ist das Angebot des Mauthausen Komitee Österreich, Zivilcourage Training mit Schülern machen. Bei diesen Workshops geht es darum, dass Bullying ja eine recht öffentliche Tat ist, eine Person wird vor anderen "heruntergemach". Diese anderen könnten ja irgendwie eingreifen, aber sie vermeiden das meist, damit nicht sie selbst Ziel von Angriffen werden. In den Workshop lernen die jungen Leute, wie sie den Mut für eine solche Hilfeleistung finden können.

Stefanie Höfler, Tanz der Tiefseequalle (Beltz Verlag, ab 12 Jahre) beschreibt den Beginn einer Freundschaft mit einem Jungen, der von der Klasse gemobbt wird.

Die Website Klicksafe.de hat 2015 Erste-Hilfe-App bei Cybermobbing zusammengestellt. Die kostenfreie Android-App bietet betroffenen Jugendlichen unter anderem Tipps, wie sie sich verhalten können. Von klicksafe.de gibt es auch eine umfangreiche Liste von interessanten Brochüren, zum Teil gedacht als Unterrichtsmaterialien (auch in englisch, russisch, türkisch und arabisch).

An anderer Stelle dieser Website gibt es weitere Tipps und Hilfestellungen bei Bullying und Mobbing und Kinder, Smartphones und Social Networks.

In Österreich kann oft auch der Internet Ombudsstelle.at bei Belästigungen oder Mobbing in Social Networks helfen, da dorthin oft gute Kontakte bestehen (Link zur Ombudsstelle siehe weiter oben).

 

 

Was ist z.B. eine Abo-Falle?

Sog. Abofallen sind eine sehr häufige Betrugsform im Internet. Viele Menschen glauben, dass im Internet (fast) alles kostenlos ist. Diese Idee nutzen Betrüger aus, indem sie ihre Angebote als "kostenlos" deklarieren, oder aber "im ersten Monat kostenlos", aber irgendwo im "Kleingedruckten (auf einer gut versteckten Unterseite oder den klein-gedruckten Geschäftsbedingungen) steht dann, dass eine Kündigung des kostenlosen Abos nur bedingt möglich sei, oder sie reagieren gar nicht auf die Kündigungsmails oder sie verlangen für die Kündigung des kostenlosen Abos eine Kündigungsgebühr von z.B. 200 Euros.

Im Detail erklärt werden diese Tricks auf der Seite von Watchlist Internet. Dort kann man solche Fallen melden (dann macht die Watchlist eine Meldung dazu), man kann die Warnungsmails von Watchlist abonnieren, es wird erklärt, wie ich das Anzeigen kann und wie ich mein Geld zurückbekomme.

 

Betrug im Internet - was tun, wenn man schon reingefallen ist? Z.B. auf eine Abofalle

In diesem Abschnitt geht es um die Problemstellung, dass eine Privatperson durch Betrug im Internet geschädigt wurde. Dafür gibt es reichlich Beispiele, Internet-Betrug ist einer der am stärksten wachsenden Kriminalitätsbereich. (Etwas weiter unten gibt es Ansprechstellen für Firmen).

Die Arbeiterkammer Wien informiert, dass im Internet in der gesamten EU ein sehr weitgehendes Rücktrittsrecht für alle Vertragsabschlüsse im Internet gilt. 7 Tage lang kann man von jedem im Internet geschlossenen Vertrag zurücktreten, die Frist verlängert sich auf 3 Monate, wenn der Kunde nicht korrekt über dieses Rücktrittsrecht informiert wurde (Musterbrief zum Rücktrittsrecht). Die Arbeiterkammer rät: Ruhe bewahren, es ist ihnen noch kein Fall bekannt, wo wirklich auf Zahlung geklagt worden wäre. Dringender Tipp: Bei allen angeblich kostenlosen Diensten sehr gründlich durchlesen, ob nicht doch noch eine Bezahlung fällig wird. In Deutschland hilft die Verbraucherschutzzentrale. In Österreich hilft die Konsumentenberatung der Arbeiterkammer (Link siehe oben) auch ganz konkret in Einzelfällen wenn schon was passiert ist (nicht nur durch generelle Beratungen).

Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland

Ebenfalls hilft das Europäische Verbraucherzentrum (EVZ) Österreich oder Europäisches Verbraucherzentrum Deutschland. Hier ein Artikel über das Europäische Verbraucherzentrum und Online Fallen.

Das gesetzliche Rücktrittsrecht kann übrigens sehr oft auch dann in Anspruch genommen werden wenn z.B. die Kinder in einer Spiele-App durch In-App-Käufe größere Rechnungen erzeugt haben. Auch diese Käufe stellen Vertragsabschlüsse im Internet dar. Und minderjährige Kinder dürfen viele Verträge gar nicht abschließen und dadurch sind solche Verträge ungültig. An anderer Stelle gibt es mehr zur Problematik Kinder und Smartphones.

Phishing-Mails, Banken-Trojaner und andere Angriffe auf ihr Bankkonto

Falls Sie Bedenken haben, evt. ihr Bankenpasswort auf einer betrügerischen Website eingegeben zu haben, oder sonst irgendwie ein schlechtes Gefühl in Richtigung der Sicherheit ihres Bankkontos zu haben, so wenden Sie sich bitte so schnell wie möglich an das Helpdesk/Callcenter ihrer Bank. Je schneller man dort Bescheid weiß, desto größer ist die Chance, Geld zurückzuholen.

Dies sollten sie z.B. immer dann machen, wenn während ihrer Netbanking-Sitzung "komische Effekte" auftraten oder es auf ihrem Konto überraschende Abbuchungen gibt. Die Callcenter-Mitarbeiter kennen sich aus und werden sie weiter anleiten können, z.B. bezüglich der Anzeige bei der Polizei.

 

Computerbetrug.de

In Deutschland gibt es diese Stelle: computerbetrug.de, die auf aktuelle Bedrohungen hinweist und auch Hinweise auf Rechtsschutz gibt.

ombudsstelle.at

Ein heißer Tipp in Ö falls Sie Probleme mit (vermeintlichen) Vertragsabschlüssen oder Einkäufen im Internet haben ist der Internet Ombudsstelle. Diese Stelle kann nicht nur rechtlich beraten, sondern in vielen Fällen konkret helfen indem sie mit den Firmen verhandelt. Auf der Website können direkt Beschwerden eingegeben oder Anfragen gestellt werden. Außerdem gibt es Tipps zu Online Shopping, Fotos im Internet und Smartphone Apps.

arbeiterkammer.at

Die Arbeiterkammern in Österreich bieten in jedem Bundesland eine kostenlose KonsumentInnen-Beratung, u.a. auch zum Konsumentschutz im Internet und am Handy.

Finanzmarkaufsicht Österreich
BaFin Deutschland

Noch einmal Österreich: Die Finanzmarktaufsicht (FMA) in Österreich informiert auf ihrer Website über Verbraucher-, Anleger- und Gläubigerschutz, bietet eine Schlichtungsstelle und veröffentlicht Warnmeldungen. Außerdem gibt es Beschwerdeformulare für Beschwerden über Banken und andere Kreditinstitute, Versicherungen und ähnliche.

Die entsprechende Stelle in Deutschland ist die BaFin, unter dem Link hier gibt es Tipps zu Verbraucherschutz.

 

 

 

Für Firmen: Rechtsberatung bei Betrug und technische Hilfe bei Cyber-Angriffen

http://www.icc-austria.org/http://www.icc-deutschland.de/http://www.icc-switzerland.ch/

Rechtsberatung für Firmen in Betrugsfällen bieten die ICCs (International Chamber of Commerce) allen ihren Mitgliedern. Es gibt dort sehr umfangreiche Expertise zu allen Fragen der Wirtschaftskriminalität und der Durchsetzbarkeit von Recht im internationalen Kontext. Die ICC tritt auch als Schiedsgerichtbarkeit auf.

 

Zentrale Ansprechstellen für deutsche Firmen die von Cyberkriminalität betroffen sind

Ebenfalls für Firmen, diesmal in Deutschland, gibt es die allianz-fuer-cybersicherheit des BSI. Die zentralen Ansprechstellen in jedem Bundesland in D finden sich in der Broschüre des BKAs Handlungsempfehlungen für die Wirtschaft in Fällen von Cyberkriminalität ab Seite 25. Privatpersonen werden gebeten, sich an die nächste Polizeidienststelle zu wenden.

Für Firmen in Österreich die von einem IT-Security Problem betroffen sind, z.B. Ransomware

Hotline für Firmen in Ö die ein akutes IT-Security-Problem haben (z.B. eine Infektion mit Ransomware): Cyber-Security-Hotline der WKÖ - 7 Tage die Woche, 0 bis 24 Uhr.

Hier noch eine Verlinkung zu meinem Artikel zur Problematik Erpressungen im Internet - Ransomware.

Auf einer anderer Seite beschreibe ich Phishing, und wiederum woanders viele der verschiedenen Formen von Betrug im Internet. Auf diesen beiden Artikeln geht es darum, wie ich mich präventiv vor solchen Betrügereien schützen kann, wie ich ein Phishing Mail erkenne und was man beim Shoppen im Internet beachten soll.

 

 

 

 

Für Wien: die Straßenzeitung Augustin listet viele Hilfestellen

Die sehr empfehlenswerte Wiener Straßenzeitung Augustin listet auf ihrer Website (und in den Print-Ausgaben viele Hilfsstellen auf, natürlich vor allem in Wien. (Dort hat man aber evt. auch Kontakte zu vergleichbaren Angeboten an anderen Orten). Es geht dabei z.B. um Obdachlosigkeit, Schulden, Krankheit und Behandlungen ohne E-Card, Psychosozialen Dienst, Delogierungen, Nachtquartiere, Tageszentren, kostenlose Rechtsberatung, . . .

Hier der link zu Was tun, wenn . . .

 

 


Philipp Schaumann, http://sicherheitskultur.at/


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